Medienmitteilungen 2015

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Peter Gysling neu im Stiftungsrat

16.12.2015

 

Peter Gysling, langjähriger Auslandskorrespondent des Schweizer Radios und Fernsehens (SRF) in Russland, in der Ukraine, im Kaukasus und in Zentralasien, ist neu in den Stiftungsrat von Green Cross Schweiz gewählt worden. Mit Peter Gysling nimmt ein Fachmann im Stiftungsrat Einsitz, der als Korrespondent in Moskau und in den Republiken der einstigen Sowjetunion immer wieder mit grossen ökologischen Desastern konfrontiert war: in den Atomabfalllagern bei Murmansk im Norden Russlands, am Aralsee in Zentralasien und mit den Folgen des Atomunfalls von Tschernobyl, die noch längst nicht bewältigt sind. «Green Cross versucht – zusammen mit geeigneten Partnern –, bestehende Probleme in den ‹Griff› zu bekommen und neue Desaster zu verhindern», erklärt Peter Gysling sein Engagement im Stiftungsrat von Green Cross Schweiz.

 

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Die sechs gefährlichsten Umweltgifte weltweit des Jahres 2015

21.10.2015

 

CH-Zürich – 21. Oktober 2015 – Der neue, gemeinsam von der Umweltorganisation Green Cross Schweiz und der in New York ansässigen Pure Earth (vormals Blacksmith Institute), publizierte Umweltgiftreport 2015 identifiziert die sechs weltweit gefährlichsten Umweltgifte. 95 Millionen Menschen sind durch die Toxine der sechs gefährlichsten Umweltgifte bedroht. Noch nie in der Geschichte der Menschheit gehörten arme Menschen zu dem Teil der Bevölkerung, der von einer ausgesprochen hohen Belastung durch Giftstoffe bedroht ist. Umweltschädigende Giftstoffe treten heute in bewohnten Gebieten in deutlich grösseren Mengen auf als je zuvor. Ohne Durchsetzung geeigneter Gegenmassnahmen steigt die Anzahl der Menschen, die gefährlichen Verschmutzungsniveaus ausgesetzt sind, kontinuierlich weiter an.

 

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Stilllegungsfahrplan der havarierten Reaktoren Fukushimas verleiht der sicheren Entsorgung von radioaktiv kontaminiertem Wasser mehr Gewicht

30.09.2015

 

Während der Green-Cross-Studienreise nach Japan informiert Prof. Jonathan M. Samet, Direktor des Instituts für Globale Gesundheit an der University of Southern California (USC), über die Resultate des Fukushima-Reports 2015, den die USC auf Initiative von Green Cross Schweiz erarbeitet hat. Rund 32 Millionen Menschen in Japan sind wegen des Reaktorunfalls in Fukushima radioaktivem Niederschlag ausgesetzt. Dies sind Personen, die Strahlung oder anderen aus der Katastrophe resultierenden Stressfaktoren ausgesetzt waren und in der Konsequenz von potenziellen Lang- und Kurzzeitgefahren bedroht sind, die sich aus diesen Expositionen ergeben. Basierend auf den Berechnungen der Tokyo Electric Power Company (TEPCO) schätzte man die Gesamtmenge des durch die Nuklearkatastrophe in Fukushima an die Atmosphäre freigesetzten radioaktiven Materials (Iod-131, Cäsium-134, Cäsium-137 sowie Edelgase) auf weniger als 15 Prozent der gesamten Strahlungsmenge, die die Nuklearkatastrophe in Tschernobyl freisetzte. Dennoch hat sich die Zahl der durch die Strahlung betroffenen Menschen in Japan gegenüber Tschernobyl verdreifacht. Zusätzlich zur ursprünglichen Freisetzung von radioaktivem Material in den Ozean bleibt gemäss dem Fukushima-Report das Entweichen von Wasser aus dem Kraftwerk Fukushima Daiichi auch vier Jahre nach dem Unfall weiterhin ein Problem.

 

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Green Cross Schweiz steigerte Spendeneinnahmen auf CHF 12,1 Millionen

27.04.2015

 

Die Nichtregierungsorganisation Green Cross Schweiz verzeichnet im Geschäftsjahr 2014 ein Spendenvolumen von CHF 12,1 Millionen. Damit steigerte die Umweltorganisation die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr mit CHF 10,9 um 11 Prozent. Per Ende 2014 engagieren sich 49‘500 Personen mit ihrer Mitgliedschaft für die Anliegen der Umweltorganisation. Mit rund CHF 9,4 Millionen wurden die Programme Sozialmedizin, Abrüstung und Wasser-Leben-Frieden vorangebracht.

 

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Bewältigung der Agent-Orange-Kontamination 40 Jahre nach dem Vietnamkrieg

24.04.2015

 

Im Vietnamkrieg wurden mehr als 72 Millionen Liter des chemischen Entlaubungsmittels Agent Orange über den Feldern und Wäldern von Vietnam versprüht und unbekannte Mengen davon über den ländlichen Gebieten in Kambodscha und Laos. Die Menschen waren den Entlaubungsaktionen direkt ausgesetzt. Ausserdem schätzt man, dass sie in den letzten 30 Jahren durch den Kontakt mit ehemaligen Militärbasen (Hot Spots) zusätzlich mit dem Gift kontaminiert worden sind. Laut Untersuchungen der vietnamesischen Regierung und der Studie von Hatfield Consultants, Kanada, sind Hot Spots Bereiche, deren Böden sehr hohe TCDD-Kontaminationen (Tetrachlorodibenzo-p- Dioxin) aufweisen. Hot Spots befinden sich in der Umgebung von ehemaligen Militärbasen, wo Agent Orange transportiert, in Flugzeuge verladen und auch verschüttet worden ist. Dabei gerieten Mengen des Gifts in die Böden, die bedeutend höher waren als bei den Versprühungen aus der Luft. Die Dioxine gelangten in die Nahrungskette, besonders über Fisch und andere Tiere, und erreichten so letztlich die menschliche Bevölkerung.

 

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Green Cross Schweiz fordert die CWÜ-Mitgliedstaaten auf, mehr Verantwortung für die Zivilbevölkerung in Syrien und im Irak zu übernehmen.

16.04.2015

 

Seit 100 Jahren werden moderne Chemiewaffen produziert und bei Kriegen eingesetzt. Zurzeit ist die Zivilbevölkerung in Syrien massiv davon betroffen. Am 21. August 2013 waren mehrere Wohngebiete von Damaskus, die Ghoutas, das Ziel eines Chemiewaffenangriffs, bei dem schätzungsweise 1400 Zivilisten getötet und viele mehr verletzt wurden. Unter dem internationalen Druck stimmte die syrische Regierung 2014 der Zerstörung ihres Chemiewaffenarsenals zu unter Führung der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen OPCW. Die OPCW ist für die Umsetzung des internationalen Chemiewaffenübereinkommens (CWÜ) zuständig. Die Zivilbevölkerung imbelagerten Ghoutas erhielt jedoch keine nennenswerte internationale Hilfe.

 

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32 Millionen Menschen in Japan sind durch die Reaktorkatastrophe in Fukushima radioaktiver Strahlung ausgesetzt.

11.03.2015

 

Der Fukushima-Report 2015 gibt Auskunft über die Anzahl Personen in Japan, die durch die Nuklearkatastrophe im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Dies sind Personen, die Strahlung oder anderen aus der Katastrophe resultierenden Stressfaktoren ausgesetzt waren und in der Konsequenz von potenziellen sich aus diesen Expositionen ergebenden Lang- und Kurzzeitgefahren bedroht sind. Basierend auf diesen Kriterien sind etwa 32 Millionen Menschen in Japan wegen des Reaktorunfalls in Fukushima radioaktivem Niederschlag ausgesetzt.

Genau wie bei der Nuklearkatastrophe in Tschernobyl mit 10 Millionen betroffenen Menschen sind in Japan neben Krebs auch neuropsychologische Langzeitfolgen zu erwarten. Die sich aus der Evakuierung und der folgenden Umsiedlung ergebenden stressbedingten Folgen sind von Bedeutung. Von der gesamten Evakuierung waren über 400 000 Menschen betroffen. Von diesen wurden 160 000 aufgrund des Unfalls in Fukushima umquartiert. Rund 1700 Todesfälle stehen in Verbindung zum Atomunfall infolge von Stress, Erschöpfung und widriger Lebensumstände als Umgesiedelte.

 

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Kontamination ist wichtigstes globales Gesundheits- und Umweltproblem

28.01.2015

 

CH-Zürich, 28. Januar 2015 – Weltweit sterben rund 9 Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen von Umweltgiften – und die meisten davon sind Kinder. Dies sind fast drei Mal mehr Todesfälle als durch Malaria und vierzehn Mal mehr als durch HIV/Aids. 5 Millionen Menschen verlieren jährlich ihr Leben im Zbedeutend weniger als durch Umweltgifte.

 

Umweltgiftquellen sind verkannte globale Gesundheitskrisen

 

Die Tatsache, dass mehr als einer von sieben Todesfällen in der Welt in Verbindung mit Umweltgiften steht, gibt jedoch nur einen flüchtigen Blick auf die immens hohen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgekosten der Verschmutzung von Lebensräumen. Ungefähr 200 Millionen Menschen haben oftmals irreparable Verletzungen des Körpers, einschliesslich des Gehirns, weil sie an Tausenden mit Gift belasteten Orten den Wirkungen von Blei, Quecksilber, Chrom, Pestiziden und Radionukliden ausgesetzt sind. Ungeachtet des Ausmasses und der für Menschen schwerwiegenden Folgen entfällt auf die Umweltkontamination im Gegensatz zu den drei globalen Infektionskrankheiten Malaria, HIV/Aids, Tuberkulose sowie den zwei globalen Umweltproblemen KlimawandArtensterben nur ein Bruchteil der finanziellen Investitionen und Massnahmen.

 

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