Versenkte konventionelle und chemische Munition muss aus den Meeren geborgen werden

CH-Zürich – 14. September 2017 – Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen die Alliierten (die USA, das Vereinigte Königreich, Frankreich und die UdSSR) von Deutschland ungebrauchte Munition. Diese Bestände beliefen sich insgesamt auf etwa 300’000 Tonnen Chemiewaffen – davon 39 Prozent Yperit (Senfgas), 18 Prozent Tabun (ein Nervengift), 11 Prozent Tränengas und 9 Prozent Phosgen. Auf der Potsdamer Konferenz beschlossen die Alliierten, diese chemischen Kampfstoffe im Atlantik in Tiefen von mehr als 1000 Metern zu versenken. Leider wurde die Abmachung nicht eingehalten und es ist bekannt, dass diese chemische Munition in der Nord- und Ostsee sowie im Mittelmeer in manchmal nur zehn Metern Tiefe versenkt wurde. Laut dem russischen Wissenschaftler Alexander Korotenko ist zwischen 2020 und 2060 wegen der Korrosion der Munitionsbehälter mit dem Auslaufen der Chemikalien ins Meer zu rechnen. 16 Prozent der Stoffe würden ausreichen, um jegliches Leben in der Ostsee auszulöschen, wenn sie freigesetzt würden.

 

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