Wasser-Leben-Frieden

Wasserressourcen durch Umweltgifte und Toxine bedroht.

 

Die Umweltgifte Blei und Quecksilber sowie toxische Pestizide und Radionuklide bedrohen Wasser und Böden. Das Programm Wasser–Leben–Frieden umfasst technische Interventionen, die Ausbildung von Betroffenengruppen sowie den Aufbau und die Stärkung von institutionellen Kapazitäten, was die Erhaltung von lebenswichtigen Wasserressourcen und den Zugang zu sauberem Trinkwasser fördert.

 

Entwicklung von Verfahren für das Inventar und die Beseitigung veralteter Pestizide in Osteuropa und Zentralasien

 

Über die Jahrzehnte hinweg haben sich weltweit 5 bis 10 Millionen Tonnen alte Pestizide, darunter auch POPs (persistent organic pollutants) angesammelt. Um die Risiken in den Griff zu bekommen, braucht es einen Know-how-Transfer, wie mit diesen Altlasten auf eine sichere Art umgegangen werden kann und wie in Zukunft die erneute Entstehung solch grosser Pestizidbelastungen verhindert werden kann. Green Cross Schweiz kümmert sich mit dem Programm Wasser–Leben–Frieden um die Einführung bewährter Methoden zur Bewältigung der riesigen Pestizidaltlasten in der ehemaligen Sowjetunion.

 

Als Prävention werden in Osteuropa, im Kaukasus, in Zentralasien und in Westafrika zur Beseitigung alter Pestizide mehrere Projekte umgesetzt. Ziel ist es, die Bevölkerung über die Gefahren von Pestiziden zu informieren, Experten in der gefahrlosen Beseitigung der Chemikalien auszubilden sowie ungiftige Alternativen zur Schädlingsbekämpfung einzuführen.

 

Einführung und Umsetzung der Stockholmer Konvention in Westafrika

 

Seit 2011 werden in Westafrika die besten Praktiken eingeführt und das notwendige Wissen vermittelt, damit die Stockholmer Konvention (Verbot von POPs-Chemikalien) umgesetzt werden kann. POPs (persistent organic pollutants) sind langlebige organische Schadstoffe, die global verbreitet werden, sich im Fettgewebe aller Lebewesen anreichern und massive Gesundheitsauswirkungen haben.

 

Sanierung Uranminen

 

Die Urangewinnung für Atomstrom und für die Produktion nuklearer Waffen hinterlässt grosse Mengen an Abfällen, die den Boden, das Fluss- und auch das Grundwasser kontaminieren. Zum Schutz der Bevölkerung wurde in Tadschikistan eine Abraumhalde saniert. Für die Regierung Tadschikistans kommt dem Sanierungsprojekt der früheren Uranverarbeitungsanlage in Schkalovsk hohe Bedeutung zu und es gilt als wegweisend für weitere Sanierungen von durch Uranminen kontaminierter Orte. Auch in Kirgistan wurde zur Uran-, Blei- und Zinkgewinnung ein weitläufiger Bergbau betrieben. Ein Konzept zur Sanierung der Minenstandorte Sumsar und Shekaftar ist in Arbeit.

 

Das Programm Wasser–Leben–Frieden entwickelt und realisiert Green Cross Schweiz unter der Leitung von Dr. Stephan Robinson in Zusammenarbeit mit Pure Earth (vormals Blacksmith Institute), UNEP, FAO, WHO, Weltbank und mit lokalen Partnern. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), die Global Environment Facility (GEF) sowie diverse Sponsoren unterstützen das Programm.

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