Vietnam

Vietnam

 

Mehr als vier Millionen Menschen kamen während des Vietnamkriegs (1963 – 1975) in Kontakt mit der hochgiftigen Chemiewaffe Agent Orange. Der Grund für die Verwendung war die möglichst schnelle Entlaubung grosser Flächen des vietnamesischen Dschungels. Die Auswirkungen auf Mensch und Natur sind bis in die Gegenwart verheerend. Der darin enthaltene Giftstoff Dioxin bleibt für lange Zeit in der Umwelt erhalten und löst Genmutationen aus, die sich über mehrere Generationen vererben. So leiden noch mehr als 40 Jahre nach dem Krieg unzählige Kleinkinder an den direkten Folgen, zu denen Fehlbildungen, Behinderungen und Krebs zählen. Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen werden in Vietnam oftmals von der Gesellschaft ausgegrenzt. Die Abhängigkeit von Familienangehörigen verunmöglicht ihnen ein selbstbestimmtes Leben.

 

Das Green Cross Socmed-Programm in Vietnam unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien mit medizinischer und sozialer Betreuung. Betroffene der ersten Generation wie auch insbesondere deren Kinder und Enkel profitieren so von Prothesen und Orthesen, die ihnen eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erlauben. Um ganzheitlich und nachhaltig zu wirken, bilden unsere Partner vor Ort lokale Ärzte weiter. Nebst der Gesundheitsfürsorge geniessen die Teilnehmer des Socmed-Programms psychologische Unterstützung und eine Schulung, wie sich ihre sozioökonomische Lage verbessern lässt. Zum Projekt gehören überdies medizinische und soziale Initiativen in Wohnanlagen sowie Rehabilitations- und Integrationsprojekte.

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