Vier Jahrzehnte nach der Tschernobylkatastrophe sind ihre Folgen immer noch spürbar. Zu den direkten und indirekten Auswirkungen zählen langfristige Gesundheitsfolgen wie Schilddrüsenkrebs sowie der anhaltende wirtschaftliche Zerfall der umliegenden Gebiete. Green Cross Switzerland nutzt den Jahrestag, um an das Ausmass der Tragödie zu erinnern und zugleich auf die aktuellen grossen Herausforderungen aufmerksam zu machen.
Am frühen Morgen des 26. April 1986 ereignete sich im Kernkraftwerk Tschernobyl eine der schwersten menschgemachten Katastrophen der Geschichte. Die Explosionen im Reaktor setzten grosse Mengen radioaktiver Stoffe frei. Erst nach und nach erfuhren die Menschen in der Region, aber auch im Westen, vom Reaktorunfall.
Das in der heutigen Ukraine gelegene Tschernobyl gehörte damals zur Sowjetunion, die von Michail Gorbatschow präsidiert wurde. In regem Austausch mit Friedensnobelpreisträger Gorbatschow setzte sich Green Cross Switzerland später über viele Jahre für die Menschen vor Ort ein. Und auch heute sind die Folgen der Katastrophe alles andere als überwunden. Der beschädigte Reaktor wird noch über Generationen hinweg eine gefährliche hohe Strahlung abgeben.
«Auch 40 Jahre nach Tschernobyl sind die Folgen der Katastrophe für viele Menschen noch bittere Realität. Der Krieg in der Ukraine verschärft die ohnehin schwierige Lage zusätzlich», sagt Martin Bäumle, CEO von Green Cross Switzerland.
Denn gleichzeitig führt der Ukrainekrieg die Region in die nächste Krise. Aber Green Cross bleibt vor Ort, solange die Spätfolgen der Nuklearkatastrophe und die Schrecken des Ukrainekrieges das Leben der Menschen schwer belasten.
Gerne gibt Green Cross den Medienschaffenden Einblick in seine Arbeit. Nationalrat Martin Bäumle, der CEO von Green Cross Switzerland, der persönlich mit Gorbatschow zu den Folgen des Reaktorunfalls Gespräche führte, steht gerne für Interviews zur Verfügung. Er gibt gerne eine Einschätzung über die Entwicklung der Lage und die heutige Situation ab.
Martin Bäumle: Tel. 079 358 14 85
Für schriftliche Anfragen: media@greencross.ch